Verfasst von: Gunther | November 6, 2009

12. Die Darstellung im Tempel

12. Die Darstellung im Tempel

(Luk. 2, 22-39)

Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetze Moses erfüllt waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn hinzustellen, wie im Gesetze des Herrn geschrieben steht: „Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt werden“, und um ein Opfer darzubringen, gemäß der Bestimmung im Gesetze des Herrn, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Giotto di Bondone: Darstellung des Herrn im Tempel

Giotto di Bondone: Darstellung des Herrn im Tempel

Heiliger Simeon der Gottesträger

Heiliger Gerechter Simeon der Gottesträger

Und siehe, es war ein Mann in Jerusalem, Namens Simeon. Dieser Mann war gerecht und gottesfürchtig; er harrte des Trostes Israels, und der Heilige Geist war in ihm. Es war ihm vom Heiligen Geiste geoffenbart worden, er werde den Tod nicht sehen, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen. Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Als nun die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um für dasselbe nach Gesetzesbrauch zu tun, nahm er es auf seine Arme und pries Gott und sagte: „Jetzt entlässest du deinen Diener, o Herr, nach deinem Worte im Frieden; denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor dem Angesichte aller Völker, das Licht zur Erleuchtung der Heiden und die Herrlichkeit deines Volkes Israel.“

Sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Simeon aber segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: „Siehe, dieser ist gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird, und auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen, damit die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.“

Heilige Gerechte Anna die Prophetin

Heilige Gerechte Anna die Prophetin

Es lebte damals auch eine Prophetin, Anna, eine Tochter Phanuels aus dem Stamme Aser. Sie war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt. Sie war eine Witwe bis zu vierundachtzig Jahren, die den Tempel  nicht verließ und Gott mit Fasten und Beten bei Nacht und Tag diente.  Auch diese kam zu eben der Stunde hinzu und pries den Herrn und redete über ihn zu allen, welche die Erlösung Israels erwarteten.

Und als sie alles nach dem Gesetze des Herrn erfüllt hatten, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth.

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Responses

  1. „WORTE JESU“, das Buch aus dem Schweizer Manesse-Verlag, von uns zweimal bestellt, über die Taufe – uns wurden erneut drei Druckschriften eingefächert. Eine davon mit einer „Zahlungsanweisung“ ohne Angaben über Steuer, adressiert an „Siegfried Posch“, öffnete ich gegen Abend. Sie enthielt eine Mitteilung über eine „Wallfahrt“ der „Kalasantiner“. Zu einer Taufvorbereitung tangierend “ M a r t i n “ – zu „4.11.“ – im Alter von 10 oder von 12 Jahren: mein mit J o h a n n e s K e p l e r verbundenes Internat im Schloß Vatersdorf, wo es eine Anbetungsstätte gab, ließe nun nach dem sakralen Ursprung von Meer und Wald fragen.

    • „Gott mit Fasten und Beten“ diene Hanna: so lauten nicht wenige Übersetzungen. In von uns konsultierten griechischen Texten – „Lk 2,37“ – war jedoch kein Gottesname zu finden. Ein Problem, daß Jesus nicht vor der Flucht nach Ägypten nach Nazaret gekommen sein kann, glaubten viele Kommentare – zu „Lk 2,39“ – zu sehen. Eine Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek und der Katalog dazu, in den USA unterstützt, erlaubte vor einigen Jahren dem Publikum, sich mit dem Problem vertraut zu machen. Der französische Wikipedia-Artikel „Retour à Nazareth“, auf unserem neuen Bildschirm hier vor weniger als einer Stunde angeklickt, schiene den Widerspruch, den man in den Evangelien zu erkennen glaubt, emotionslos in den Raum zu stellen. Müßte aber so das Evangelium, die frohe Botschaft, nicht Trauer erzeugen – und sollte nicht, wer keine Klarheit über eine Stelle des Evangeliums hat, Kierkegaards Rat befolgen, sich einer Stelle zuzuwenden, die er klar erfassen kann?


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