Verfasst von: Gunther | November 11, 2009

31. Das nächtliche Gespräch mit Nikodemus

31. Das nächtliche Gespräch mit Nikodemus

(Joh. 3, 1-21)

Es war unter den Pharisäern ein Mann, Namens Nikodemus, ein Vorsteher der Juden. Dieser kam zu Jesus des Nachts und sprach zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass du von Gott als Lehrer gekommen bist; denn niemand kann diese Wunder tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“

Jesus antwortete ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn einer nicht aufs neue geboren ist, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus sagte zu ihm: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? kann er etwa in den Schoß seiner Mutter noch einmal eingehen und wieder geboren werden?“ Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn einer nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, so kann er in das Reich Gottes nicht eingehen. Was aus dem Fleische geboren ist, ist Fleisch; was aber aus dem Geiste geboren ist, ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst wiedergeboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, aber du weißt nicht, woher er kommt, oder wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geiste geboren ist.“ Nikodemus antwortete ihm: „Wie kann dies geschehen?“ Jesus entgegnete ihm: „Du bist Lehrer in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Was wir wissen, reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, aber ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. Wenn ich euch von irdischen Dingen spreche, und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr mir glauben, wenn ich zu euch von himmlischen Dingen rede? Und doch, niemand ist in den Himmel aufgestiegen, außer der vom Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn, der im Himmel ist. Wie Moses in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes nicht glaubt. Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Jeder nämlich, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht ans Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt ans Licht, damit seine Werke offenbar werden, weil sie in Gott getan sind.“

Henry Ossawa Tanner: Christ Appearing to Nicodemus (1899) / Besuch des Nikodemus bei Jesus

Henry Ossawa Tanner: Besuch des Nikodemus bei Jesus (1899)

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