Verfasst von: Gunther | Dezember 4, 2009

83. Die Verheißung der Eucharistie

83. Die Verheißung der Eucharistie

(Joh. 6, 22-72)

Am folgenden Tage erfuhr das Volk, das jenseits des Sees stand, dass kein anderes Fahrzeug dort gewesen außer einem, und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen, sondern die Jünger allein abgefahren waren. Es kamen aber andere Schiffe aus Tiberias in der Nähe des Platzes an, wo sie nach dem Dankgebete des Herrn das Brot gegessen hatten. Als nun das Volk sah, dass Jesus daselbst nicht sei und auch seine Jünger nicht, stiegen sie in die Fahrzeuge und kamen nach Kapharnaum, Jesus suchend.

Manna vom Himmel

Manna vom Himmel

Als sie ihn jenseits des Sees fanden, sprachen sie zu ihm: „Meister, wann bist du hierher gekommen?“ Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr sucht mich, nicht weil ihr Wunder gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und gesättigt worden seid. Bemüht euch nicht um die Speise, die vergänglich ist, sondern um jene Speise, die zum ewigen Leben bleibt, die der Menschensohn euch geben wird; denn ihn hat der Vater, Gott, beglaubigt.“ Da sprachen sie zu ihm: „Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes wirken?“ Jesus antwortete ihnen: „Das ist das Werk Gott, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“

Sie sagten nun zu ihm: „Was für ein Zeichen also tust du, damit wir sehen und dir glauben? was wirkst du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie geschrieben steht: Brot vom Himmel hat er ihnen zu essen gegeben.“ Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Moses hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das ist der Brot Gottes, das vom Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.“ Sie sagten nun zu ihm: „Herr, gib uns immer dieses Brot!“ Jesus sprach zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten. Aber ich habe es euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt dennoch nicht. Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat, des Vaters, dass ich nichts von allem dem verliere, was er mir gegeben hat, sondern es auferwecke am jüngsten Tage. Denn das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben habe, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage.“

Ich bin das lebendige Brot …

Da murrten die Juden über ihn, weil er sagte: Ich bin das lebendige Brot, der ich vom Himmel herabgekommen bin, und sie sagten: „Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt er denn: Ich bin vom Himmel herabgekommen?“ Jesus antwortete ihnen: „Murrt nicht untereinander! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Es steht bei den Propheten geschrieben:  Und sie werden alle von Gott geehrt sein. Jeder, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. Nicht dass jemand den Vater gesehen hat, außer der von Gott ist, dieser hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, hat das ewige Leben.

Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Das aber ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, der ich vom Himmel herabgekommen bin. Wer von diesem Brote ist, wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.“

Da stritten die Juden untereinander und sagten: „Wie kann uns der sein Fleisch zu essen geben?“ Jesus sprach  zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise, und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat, und ich wegen des Vaters lebe, so wird auch, wer mich isst, meinetwegen leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, nicht wie eure Väter das Manna gegessen haben und gestorben sind. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben.“ Dieses sagte er in der Synagoge lehrend, in Kapharnaum.

Joos van Gent (um 1435/40 - 1480): Einsetzung der Eucharistie (1473/74)

Joos van Gent (um 1435/40 – 1480): Einsetzung der Eucharistie (1473/74)

Viele seiner Jünger nun, die es hörten, sagten: „Diese Rede ist hart; wer kann sie anhören?“ Da aber Jesus bei sich selbst wusste, dass sie darüber murrten, sprach er zu ihnen: „Gibt euch dieses Anstoß? Wenn ihr nun den Menschensohn dahin auffahren sehen werdet, wo er früher war? Der Geist ist’s, der lebendig macht, das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben. Aber es sind einige unter euch, die nicht glauben.“ Denn von Anfang an wusste Jesus, welche es seien, die nicht glaubten, und wer ihn verraten werde. Und er sprach: „Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht von meinem Vater gegeben ist.“

Von da an traten viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Jesus sprach nun zu den Zwölfen: „Wollt etwa auch ihr weggehen?“ Simon Petrus aber antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du Christus bist, der Sohn Gottes.“ Jesus erwiderte ihm: „Habe ich nicht euch Zwölfe auserwählt? Und von euch ist einer ein Teufel.“ Er meinte aber den Judas Iskariot, den Sohn des Simon; denn der sollte ihn verraten, obgleich er einer von den Zwölfen war.

Papst Benedikt XVI. spendet Erstkommunion

Papst Benedikt XVI. spendet Erstkommunion

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