Verfasst von: Gunther | Dezember 22, 2009

105. Die Rede Jesu bei seinem ersten Erscheinen im Tempel

105. Die Rede Jesu bei seinem ersten Erscheinen im Tempel

(Joh. 7, 11-36)

Die Juden nun suchten ihn an dem Feste und sagten: „Wo ist er?“ Und viel Redens war über ihn unter dem Volke. Denn einige sagten: „Er ist gut;“ andere aber sagten: „Nein, sondern er verführt das Volk.“ Niemand aber redete laut über ihn aus Furcht vor den Juden.

Als aber das Fest schon halb vorüber war, ging Jesus in den Tempel hinauf und lehrte. Die Juden verwunderten sich und sprachen: „Wie kommt diewer zur Schriftgelehrsamkeit, da er doch nicht studiert hat?“ Jesus antwortete ihnen und sprach: „Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand dessen Willen tun will, so wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede. Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Verherrlichung; wer aber die Verherrlichung dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaft, und es ist keine Ungerechtigkeit in ihm. Hat euch nicht Moses das Gesetz gegeben? Aber niemand von euch hält das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu töten?“

Das Volk antwortete und sprach: „Du hast einen bösen Geist. Wer sucht dich zu töten?“ Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Nur   e i n   Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch. Deshalb hat Moses euch die Beschneidung gegeben (nicht als ob sie von Moses herrührte, sondern von den Vätern), und ihr beschneidet den Menschen am Sabbate. Wenn nun ein Mensch am Sabbate die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Moses nicht verletzt werde, zürnt ihr dann mir, dass ich am Sabbate einen ganzen Menschen gesund gemacht habe? Richtet nicht nach dem Scheine, sondern fällt ein gerechtes Urteil!“

Da sprachen einige von Jerusalem: „Ist das nicht der, den sie töten wollen? Siehe, er redet freimütig, und sie sagen ihm nichts. Haben denn die Vorsteher wirklich erkannt, dass er Christus ist? Doch wir wissen ja, woher er ist; wenn aber Christus kommt, so weiß niemand, woher er ist.“

Darauf rief Jesus, der im Tempel lehrte, laut und sprach: „Wohl kennt ihr mich und wisst, woher ich bin; und doch bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern es ist wahrhaft einer, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich kenne ihn; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt.“ Da suchten sie ihn zu ergreifen, aber niemand legHand an ihn; denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

Aus dem Volke aber glaubten viele an ihn und sagten: „Wenn Christus kommt, wird er etwa mehr Wunder tun, als dieser tut?“ Die Pharisäer hörten, dass das Volk dieses über ihn murmelte. Da sandten die Hohenpriester und Pharisäer Diener aus, dass sie ihn ergreifen sollten. Jesus aber sprach zu ihnen: „Noch eine kurze Zeit bin ich bei euch, und ich gehe zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen, aber nicht finden, und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen.“ Da sprachen die Juden untereinander: „Wohin will er gehen, dass wir ihn nicht finden werden? Will er etwa in die Diaspora unter die  Heiden gehen und die Heiden lehren? Was ist das für eine Rede, die er gesprochen hat: Ihr werdet mich suchen, aber nicht finden, und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen?“

Christus lehrt im Tempel

Christus lehrt im Tempel

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  1. Jesu Mutter – zu einem Fest nach dem 12. im Kinderspielareal Ulrichs-Brunn mit zwei auffallenden Kruzifixen unserer hiesigen Ortsteile von Graz in Steiermark in Österreich erhebt sich nach zwei Begegnungen, die wir am 11. und 12. hatten, die Frage: ist die Erzählung von der B ä r e n z ä h m u n g durch G a l l u s , der einen Kalendertag am 16. Oktober haben soll, in der Schrift ausgelegt und begründet, die Jesus in Nazaret dem Diener reicht?


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