Verfasst von: Gunther | Dezember 23, 2009

107. Jesus und die Ehebrecherin

107. Jesus und die Ehebrecherin

(Joh. 8, 1-11)

Jesus ujnd die Ehebrecherin

Jesus ujnd die Ehebrecherin

Jesus aber ging fort auf den Ölberg. Früh morgens begab er sich wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.

Da führten die Schriftlehrer und die Pharisäer ein Weib zu ihm, das im Ehebruch ertappt worden war, stellten es in die Mitte und sprachen zu ihm: „Meister! dieses Weib ist auf frischer Tat im Ehebruch ertappt worden. Im Gesetze hat uns Moses geboten, solche zu steinigen. Was sagst denn du?“ Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen könnten.

Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Da sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: „Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie!“ Dann bückte er sich abermals und schrieb auf die Erde. Da sie aber dieses hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, von den ältesten angefangen, und Jesus blieb allein zurück und das Weib, das in der Mitte stand.

Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: „Weib, wo sind deine Ankläger? Hat keiner dich verurteilt?“ Sie sprach: „Keiner, Herr!“ Da sagte Jesus: „So will auch ich dich nicht verurteilen. Geh hin und sündige von nun an nicht mehr!“

Guercino: Jesus und die Ehebrecherin

Guercino: Jesus und die Ehebrecherin

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