Verfasst von: Gunther | März 27, 2010

149. Der feierliche Einzug in Jerusalem

149. Der feierliche Einzug in Jerusalem.1)

(Joh. 12, 12-19; Luk. 19, 29-44; Mark. 11, 1-10; Matth. 21, 1-11; 14-16)

Der Einzug Christi in Jerusalem. Von Jean-Hippolyte Flandrin (1842)

Der Einzug Christi in Jerusalem. Von Jean-Hippolyte Flandrin (1842-1848)

Am folgenden Tage sandte Jesus, als sie sich Jerusalem näherten und gen Bethphage an den Ölberg kamen, zwei seiner Jünger ab und sprach zu ihnen: „Geht in den Flecken, der euch gegenüber liegt. Sogleich, wenn ihr hineinkommt, werdet ihr eine Eselin angebunden finden und bei derselben ein Füllen, auf dem noch niemand gesessen hat. Bindet sie los und führt sie hierher zu mir. Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr sie los? so sagt: Der Herr bedarf ihrer, und sogleich wird man sie euch überlassen.“

Sie gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte. Sie fanden das Füllen, wie er ihnen gesagt hatte, angebunden vor der Tür, draußen an der Wegscheide, und banden es los. Da sagten einige von denen, die dastanden, die Herren desselben, zu ihnen: „Warum bindet ihr das Füllen los?“ Sie sprachen zu ihnen, wie Jesus ihnen geboten: „Der Herr bedarf desselben.“ Da überließen sie es ihnen. Sie führten also die Eselin und das Füllen zu Jesus, legten ihre Oberkleider auf dieselben, und er setzte sich darauf. Das alles geschah, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist: „Sagt der Tochter Sion: Fürchte dich nicht, Tochter Sion! Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig, sitzend auf einer Eselin und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres.“ Das verstanden aber die Jünger vorerst noch nicht; jedoch, als Jesus verherrlicht worden war, da erinnerten sie sich, dass dieses von ihm geschrieben war und sie dieses an ihm getan hatten.

Während er nun dahinzog, breiteten viele ihre Kleider auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Und als er nahe an den Ort kam, wo man den Ölberg hinabgeht, begann die ganze Schar der Jünger Gott mit lauter Stimme freudig zu loben wegen all der Wunder, die sie gesehen hatten, und sie sagten: „Gebenedeit sei, der da kommt, der König, im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Und die Scharen, welche vorausgingen, und die, welche nachfolgten, riefen: „Hosanna dem Sohne Davids! Gebenedeit, der da kommt im Namen des Herrn! Gebenedeit das Reich unsers Vaters David, das da kommt! Hosanna in der Höhe!“ Aber auch die Volksscharen, die zu dem Fest gekommen waren, hatten gehört, Jesus komme nach Jerusalem. Da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: „Hosanna! Gebenedeit, der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ Die Volksmenge aber, die bei ihm war, als er den Lazarus aus dem Grabe rief und ihn von den Toten auferweckte, legte Zeugnis für ihn ab. Deshalb ging ihm auch das Volk entgegen, weil sie gehört hatten, dass er dieses Wunder gewirkt habe.

Da sprachen die Pharisäer untereinander: Seht ihr, dass wir nichts ausrichten? Siehe, alle Welt läuft ihm nach.“ Und einige Pharisäer unter den Scharen sprachen zu ihm: „Meister, verweise es deinen Jüngern!“ Er aber antwortete ihnen: „Ich sage euch, wenn diese schweigen, werden die Steine rufen.“

Christus weint über Jerusalem (Luk 19, 42)

Christus weint über Jerusalem (Luk 19, 42)

Als er nun nahe gekommen war und die Stadt sah, weinte er laut über sie und sprach: „Wenn auch du es erkannt hättest, und zwar an diesem deinem Tage, was dir zum Frieden dient -: nun aber ward es vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufwerfen und dich ringsher einschließen und dich von allen Seiten einengen werden. Sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden schmettern und in dir keinen Stein auf dem andern lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“

Als er dann in Jerusalem eingezogen war, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: „Wer ist das?“ Die Volksscharen aber sagten: „Das ist Jesus, der Prophet, aus Nazareth in Galiläa.“

Darauf ging Jesus in den Tempel. Es kamen dort Blinde und Lahme zu ihm, und er heilte sie alle. Als aber die Hohenpriester und die Schriftlehrer die Wunder sahen, die er wirkte, und die Knaben, die im Tempel riefen: „Hosanna dem Sohne Davids!“ wurden sie zornig und sagten zu ihm: „Hörst du, was diese sagen? Jesus antwortete ihnen: „Ja freilich. Habt ihr denn niemals gelesen: Aus dem Munde von Unmündigen und Säuglingen hast du dir Lob bereitet?“ Und er ließ sie stehen.

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1) Am 10. Tage des ersten Monats musste jeder Familienvater ein Lamm nehmen und es bis zum 14. Tage aufbewahren. 2 Mos. 12, 3. An demselben Tage hielt Jesus, das wahre Osterlamm, seinen feierlichen Einzug in Jerusalem und stellte sich seinem himmlischen Vater im Tempel dar.

Christus weint über Jerusalem. Von Ary Scheffer

Christus weint über Jerusalem. Von Ary Scheffer

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Responses

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    • Jesu zweiter Esel, als Jesus nach Jerusalem reitet: Jesus hat noch Schafe einer anderen Hürde. Der Herzog von Ragusa erhält zwar das Schwert des Grafen von Artois – „Sainte-Beuve“, „23. Dezember 1804“! – , führt jedoch die Zehntagewoche für den Staat Israel nicht ein. Die 70 Esel im „Buch der Richter“ – Abdon! Aber warum darf auf dem Tier noch niemand geritten sein?

      • Jesus sagt, daß die Tiere zurückgebracht werden? Warum betont Jesus das in dieser Evangelienstelle beim Besatzungsmachtsteuerbeamten Levi, die für einen „Ersten Adventsonntag“ benutzt wurde?


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